Gemäss aktuellen Erkenntnissen der Luzerner Polizei haben sich in Branchen wie Barbershops, Shisha-Lounges oder Nagelstudios vermehrt problematische Strukturen etabliert. Diese reichen von Schwarzarbeit und Sozialversicherungsbetrug bis hin zu Menschenhandel und Geldwäscherei. Teilweise ist von abgeschotteten, clanähnlichen Netzwerken die Rede.
Die bisherigen Massnahmen, insbesondere die Taskforce «Spezialgewerbe» und koordinierte Kontrollen zeigen Wirkung, reichen aus Sicht der FDP.Die Liberalen jedoch nicht aus. Rund 200 Kontrollen im letzten Jahr und zahlreiche festgestellte Verstösse unterstreichen den Handlungsdruck.
Die Anfrage der FDP verlangt unter anderem Antworten zur tatsächlichen Gefährdungslage, zur Wirksamkeit der bestehenden Instrumente und zu möglichen strukturellen Defiziten, etwa beim Datenaustausch zwischen Behörden oder bei der Verfolgung übergeordneter krimineller Netzwerke.
Für die FDP.Die Liberalen ist klar, wer sich an die Regeln hält, darf nicht benachteiligt werden. Missbräuche verzerren den Wettbewerb und schaden insbesondere den rechtstreuen KMU. Es braucht deshalb ein strukturiertes, flächendeckendes Vorgehen.
Die FDP.Die Liberalen erwartet vom Regierungsrat eine ehrliche Lageanalyse und konkrete Vorschläge, wie Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und faire wirtschaftliche Rahmenbedingungen nachhaltig gewährleistet werden können.